Träger: Kiezkultur Charlottenburg e.V. in Kooperation mit Kulturleben e.V.
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Förderrunde I/2018

Im Rahmen eines Theaterworkshops treten zwei sehr unterschiedliche Gruppen miteinander in Interaktion, die bisher zwar etablierte Treffpunkte am gleichen Ort besuchten, aber darüber hinaus keinen Kontakt zueinander hatten: Geflüchtete junge Erwachsene des Interkulturellen Treffs bei Kiezkultur Charlottenburg e.V. und Mitglieder einer Selbsthilfegruppe für Menschen im Autismusspektrum. Konzipiert ist dieser Workshop von einer Teilnehmerin der Selbsthilfegruppe für Menschen im Autismusspektrum, die den Interkulturellen Treff bei Kiezkultur Charlottenburg leitet. Durch die Entdeckung von Gemeinsamkeiten und sich ergänzender Eigenschaften soll hier die Toleranz und gegenseitiges Wertschätzung der Projektteilnehmer*innen gefördert werden. Die im Vergleich zur Normalbevölkerung deutlich langsamere und klarere Aussprache, die für Menschen mit Asperger Syndrom typisch ist, ist für Menschen mit geringen Deutschkenntnissen ein Vorteil beim Spracherwerb. Während diese Sprechweise gesellschaftlich zumeist negativ bewertet wird, stellt sie in der Projektsituation eine besondere Stärke dar. Dies stärkt die Selbstwahrnehmung und Akzeptanz der Projektteilnehmer*innen für sich selbst und füreinander und bietet ihnen einen geschützten Raum, Kommunikation zu trainieren. Die Etablierung eines dauerhaften Theaterworkshops im Kiez als Angebot für Geflüchtete und andere Interessierte im Anschluss an das Projekt ist angedacht.

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