Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend hat im Rahmen des Bundesprogramms  „Demokratie leben!“ einen Förderaufruf für Projekte zu Demokratieförderung, Vielfaltgestaltung und Extremismusprävention gestartet. Es sollen gezielt Projekte gefördert werden die demokratiefeindlichen Strömungen entgegenwirken.

Zeitraum zur Einreichung: 11. Juli 2022 bis 12. August 2022.

Frühester Projektstart: 01.03.2023

Spätestes Projektlaufzeitende: 31.12.2024

Maximale Fördersumme: 100.000,00 EUR pro Jahr je Projekt, Eigen- bzw. Drittmitteln in Höhe von mindestens 10 Prozent der Gesamtausgaben gefordert

Förderfähige Themenbereiche:

  • Aktive Auseinandersetzung mit Verschwörungsdenken /-narrative und Falschinformationen

Projekte: Niedrigschwellige Aufklärung und Beratung, sowie konkrete Interventionen in sozialen Medien. Projektausrichtung auf Identifizierung von Motiven und Bedürfnissen, die die Menschen dazu bringen, auf vereinfachte Weltbilder zurückzugreifen.

  • Stärkung demokratischer Konfliktkompetenzen in der Auseinandersetzung mit gesellschaftlich und politisch kontroversen Themen

Projekte: Entwicklung und Erprobung pädagogische Konzepte und Methoden zu aktuellen gesellschaftlichen Konflikte. Besonders förderfähig sind niedrigschwellige Maßnahmen (z.B. Webinare, Workshops etc.).

  • Unterstützung neuer Ansätze die gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit (z.B. Rassismus) adressieren und Solidarität unter Betroffenen fördern

Projekte, die ausgewählte Phänomene gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit und demokratiefeindliche Denkmuster adressieren, aggressive Debatten um Identitäten und Spannungsfelder beleuchten, Allyship/Solidarität unter Betroffenen befördern oder Empowermentansätze (z.B. communityübergreifend, für Menschen mit Fluchtgeschichte) entwickeln und dabei die thematische Verschränkungen, Spannungsfelder sowie Intersektionalität oder Mehrfachdiskriminierungen in den Blick nehmen, zum Beispiel in den Themenfeldern Antisemitismus, Antiziganismus, Islam- und Muslimfeindlichkeit sowie Rassismus. Projekttandems (zwei Projektpartner) werden hier besonders gern gesehen.

  • Entwicklung von pädagogischen Ansätzen zur Prävention von Rechtsextremismus und Ultranationalismus im Migrationskontext

Projekte: Entwicklung und Erprobung von Ansätzen, die Jugendliche zur kritischen Reflexion und Auseinandersetzung mit ihren Haltungen und zur Stärkung von Demokratiekompetenzen anregen. Dabei sollen rechtsextremistische und ultranationalistische Haltungen in migrantischen Milieus thematisiert werden, die einen Bezug zu gesellschaftspolitischen Konflikten außerhalb Deutschlands aufweisen.

Projektanforderungen:

  • Das Projekt muss mit dem jeweils zuständigen Landes-Demokratiezentrum und – soweit vorhanden – mit der jeweils zuständigen Partnerschaft für Demokratie abgestimmt sein.
  • Das Projekt kann auf pädagogische Erfahrungen in den Feldern der Demokratieförderung, Vielfaltgestaltung oder Extremismusprävention zurückgreifen oder entsprechende Kooperationen nachweisen.
  • Das Projekt weist bereits bei Antragstellung einen Arbeits- und Ausgabenplan auf.